Effizienz und Erneuerbare Energien

Ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs entfällt auf Raumwärme und Warmwasser. Die Bundesregierung setzt auf die Erschließung dieser riesigen Potenziale. Denn für den Erfolg der Energiewende ist es unerlässlich, auch den größten Energieverbrauchssektor Deutschlands technisch auf Vordermann zu bringen. Sinkende Heizkosten sind nicht nur gut für den Klima- und Ressourcenschutz, auch Hauseigentümer und Mieter profitieren davon.

Bei der Heizungsmodernisierung sollten Effizienzsteigerungen und der Einsatz erneuerbarer Energien intelligent miteinander verbunden werden. Hierfür stehen für jedes Einsatzgebiet und für jeden Haustypen optimale Systeme zur Verfügung. Die einzelnen Systeme spielen ihre größten Vorteile vor allem dann aus, wenn sie klug kombiniert werden. Erst im optimierten Zusammenspiel mit allen anderen Komponenten der Heizanlage entfalten sie ihr volles Potenzial und bringen die höchsten Einsparungen.

Eines haben aber alle hier aufgeführten Heizungstechnologien gemeinsam: Sie schaffen Lebensqualität, schonen die Umwelt, sparen langfristig viel Geld und sind eine Investition in die Zukunft Ihrer Immobilie.

Wärmeerzeuger-Technologien

Gas-Brennwerttechnik

Moderne Gas-Brennwertgeräte sind hocheffizient und können entscheidend dazu beitragen, Ihren privaten Energieverbrauch zu senken. Sie sichern die Wärmeversorgung Ihres Hauses und sorgen jederzeit für heißes Trinkwasser. Außerdem lassen sie sich hervorragend mit erneuerbaren Energien kombinieren – insbesondere mit thermischen Solaranlagen. Moderne Brennwertkessel arbeiten leise und vollkommen geruchlos. Man kann sie praktisch überall im Haus oder der Wohnung installieren. Außerdem sind sie platzsparend, weil man keine Lagerstätte vorhalten muss. Auch stark schwankende Leistungsanforderungen sind für die Anlagen kein Problem. Die Gas-Brennwerttechnik ist ausgereift. Sie lässt sich sowohl in einer Etagenwohnung im Ein- und Zweifamilienhaus als auch als Zentralheizung in großen Mehrfamilienhäusern nutzen, denn Gas-Brennwertgeräte decken nahezu alle Leistungsbereiche ab.

Gut für die Umwelt – und für Ihr Portemonnaie

Früher ging ein erheblicher Anteil der Energie als Abwärme durch den Schornstein verloren. Bei modernen Brennwertgeräten wird die in der Abluft enthaltene Wärme durch Kondensation in einem Wärmetauscher zurückgewonnen und der Heizung zugeführt. Die Abluft hat damit nur noch eine Temperatur von etwa 40 Grad Celsius – vor wenigen Jahren waren es noch gut 150 Grad Celsius. Daraus resultiert ein hoher Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent, weil das Gas ressourcenschonend und umweltfreundlich genutzt wird.

 

 

Erneuerbare Energien sinnvoll einbinden

Eine thermische Solaranlage kann den Gas-Brennwertkessel unterstützen und dessen Energiebedarf noch weiter senken. Im Sommer kann der solare Betrieb sogar allein ausreichen, um das Trinkwasser zu erwärmen.

Kontrollierte Wohnungslüftung einbinden

Eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung hilft, die Heizkosten noch weiter zu minimieren. Dabei wird die verbrauchte Luft aus den Räumen im Haus abgezogen und frische Außenluft ins Innere des Gebäudes geleitet. In einem Wärmeüberträger gibt die verbrauchte feuchte Raumluft bis zu 90 Prozent ihrer Wärmeenergie an die kühlere Frischluft ab, bevor diese ins Innere geleitet wird. Das senkt übrigens nicht nur die Kosten, sondern garantiert auch eine besonders hohe Luftqualität im Gebäude.

Öl-Brennwerttechnik

Moderne Öl-Brennwertheizungen machen das Heizen umweltschonender und effizienter. Die Geräte nutzen praktisch alle im Öl enthaltene Energie und erzielen Wirkungsgrade bis zu 98%.

Gleichzeitig kann eine Öl-Brennwertheizung auch zusammen mit erneuerbaren Energien eingesetzt werden: Viele Geräte lassen inzwischen eine Beimischung von bis zu 10 % flüssiger Biomasse zu. Auch thermische Solaranlagen und kontrollierte Wohnungslüftung können eingebunden werden, um Verbrauch und Kosten weiter zu senken.

Für Modernisierungen geeignet

Moderne Öl-Brennwertkessel verbrauchen deutlich weniger Brennstoff als alte Ölheizungen, weil die Kondensationswärme des Abgases ebenfalls genutzt wird. Öl-Brennwertkessel lassen sich zudem optimal kombiniert mit thermischen Solaranlagen betreiben. Die Solarkollektoren unterstützen das Brennwertgerät bei der Beheizung und der Warmwasseraufbereitung. Im Sommer kann der Brennwertkessel oftmals ganz abgeschaltet werden, da die Solaranlage dann das Warmwasser alleine erwärmt.

Kontrollierte Wohnungslüftung einbinden

Eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung hilft, die Heizkosten noch weiter zu minimieren. Dabei wird die verbrauchte Luft aus den Räumen im Haus abgezogen und frische Außenluft ins Innere des Gebäudes geleitet. In einem Wärmeüberträger gibt die verbrauchte feuchte Raumluft bis zu 90 Prozent ihrer Wärmeenergie an die kühlere Frischluft ab, bevor diese ins Innere geleitet wird. Das senkt übrigens nicht nur die Kosten, sondern garantiert auch eine besonders hohe Luftqualität im Gebäude.

Wärmepumpen

Mit einer Wärmepumpe nutzen Sie Umweltwärme, die im Boden, im Grundwasser und in der Luft vorhanden ist, zum Heizen oder zum Kühlen. Wärmepumpen sind hoch effizient, sehr wirtschaftlich und wartungsarm.


Drei Wege – ein Ziel

Es gibt drei Arten von Wärmepumpen: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Erdwärme entweder mittels einer Sonde oder durch einen im Erdreich eingelassenen Flächenkollektor. Ihre Erträge sind sehr stabil, weil die Bodentemperatur im Jahresverlauf kaum schwankt. Der Installationsaufwand ist allerdings vergleichsweise hoch. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist noch ertragreicher. Mithilfe eines Saugbrunnens wird das Grundwasser nach oben zur Wärmepumpe befördert, an die es seine Wärmeenergie abgibt. Anschließend fließt es über einen Schluckbrunnen zurück ins Erdreich. Am einfachsten zu installieren, aber nicht ganz so effizient, ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie entzieht der Außenluft Energie – bis zu einer Temperatur von minus 20° C. Neben Strom als Antrieb der Wärmepumpe kommen mittlerweile auch Gas-Wärmepumpen vermehrt zum Einsatz. Egal welcher Energieträger, besonders effizient sind Wärmepumpen in Verbindung mit Flächenheizungen, denn hier sind die Systemtemperaturen geringer.

Ein geschlossener Kreislauf

Wärmepumpen bestehen hauptsächlich aus Wärmekollektoren und einer elektrisch angetriebenen Wärmepumpe. Im geschlossenen Kreislaufsystem sorgt die Pumpe dafür, dass der flüssige Wärmeträger die Wärmeenergie von den Kollektoren zur Heizung transportiert. Dieses Prinzip kommt zum Beispiel auch in Kühlschränken zur Anwendung – nur umgekehrt. Wird aus dem Kühlschrank die Wärme herausgepumpt und in den Raum abgegeben, so entzieht die Wärmepumpenheizung der Umwelt Wärme und bringt sie ins Haus. Wärmepumpen funktionieren also nach einem relativ komplexen technischen Prinzip. Am Beispiel einer Erdwärmepumpe lässt es sich vereinfacht folgendermaßen beschreiben

  1. Eine spezielle Wärmeträgerflüssigkeit mit sehr niedriger Temperatur durchströmt den Erdkollektor.
  2. Aus dem wärmeren Erdreich nimmt sie Wärme auf und wechselt dadurch ihren Zustand von flüssig zu gasförmig.
  3. Dieses Gas wird anschließend von einer Pumpe unter starkem Druck verdichtet. Dadurch erwärmt es sich nochmals stark – so wie auch das Ventil eines Fahrradschlauchs beim Aufpumpen heiß wird.
  4. Nun gibt das heiße Gas die Wärme an das Wasser im Heizungssystem ab und wird wieder flüssig, steht aber immer noch unter hohem Druck.
  5. Bevor der Wärmeträger erneut in den Kollektor strömt, wird der Druck abgelassen und die Flüssigkeit kühlt sich auf ihre ursprüngliche Temperatur ab.

Ein neuerer Weg, um Wärme zu gewinnen, ist ein Eisspeicher. Ein Solar-Eisspeicher ist eine im Erdboden vergrabene, mit Wasser gefüllte Betonzisterne, in der innen Leitungen verlegt sind. Durch diese fließt eine frostsichere Flüssigkeit, die dem Wasser im Speicher die Wärme entzieht. Effizient ist auch die Gewinnung von Wärme durch Abwasser. Die Abwassertemperatur beträgt im Jahresverlauf 10–20° C, so dass es eine hervorragende Wärmequelle abgibt. Durch einen Wärmetauscher wird dem Abwasser Energie entzogen, die dann von der Wärmepumpe zum Heizen nutzbar gemacht wird.

Die Rechnung geht auf

Für den Verdichtungsprozess benötigt die Wärmepumpe Antriebsenergie von außen. Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen hier drei bis über fünf Kilowattstunden Wärme. Und natürlich kann man die für diesen Prozess notwendige Energie auch regenerativ erzeugen, beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage.

Solarthermie

Mit einer Solarthermieanlage wird Sonnenlicht in Wärme umgewandelt. Diese kann zum Heizen und zur Trinkwassererwärmung eingesetzt werden. Damit können Ihre Heizkosten deutlich sinken. Außerdem profitiert auch die Umwelt, weil keine fossilen Brennstoffe zur Energiegewinnung eingesetzt werden müssen. Ein weiterer Vorteil: Sie können Ihre solarthermische Anlage mit jedem Wärmeerzeuger im Haus kombinieren – etwa mit einer Gas- oder Ölbrennwertheizung, der Pelletheizung oder mit einer Wärmepumpe.

 

 

Warmes Wasser dank Sonnenenergie

Wenn Sie die thermischen Solaranlagen nur für die Warmwasserbereitung nutzen, benötigen Sie nur wenige Solarkollektoren auf dem Dach. Die Sonnenenergie erhitzt einen Absorber, der mit Kupferrohren verbunden ist. Die Rohre sind mit einer frostgeschützten Flüssigkeit gefüllt – dem Solarmedium. Über einen Wärmetauscher gibt dieses erwärmte Medium seine Energie schließlich in den Trinkwasser- oder Heizungsspeicher ab. Mit thermischen Solaranlagen können Sie etwa 60 % des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung selbst produzieren. Wenn die Solarenergie nicht ausreicht, wird ein Wärmeerzeuger automatisch zugeschaltet. Um mit thermischen Solaranlagen sowohl Warmwasser aufzubereiten und als auch zu heizen, brauchen Sie einen zusätzlichen Pufferspeicher oder Sie nutzen einen Kombispeicher mit integrierter Trinkwasseraufbereitung.

Wärme aus Holz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der beim Aufwachsen etwa so viel CO2 aufnimmt, wie er beim Verbrennen wieder freisetzt. Das macht ihn sehr umweltfreundlich. Viele Menschen heizen inzwischen wieder mit Holz – entweder komplett das ganze Gebäude oder einzelne Räume. Als Brennstoffe bei Ein- und Zweifamilienhäusern kommen meist Holzpellets oder Scheitholz in Frage. Durch das ENplus-System unterliegen Pellets heute von der Produktion bis zur Anlieferung strengen Qualitätskriterien.

Vollautomatisch und bequem

Holzpellets sind kleine Presslinge, die vollautomatisch vom Pelletlager zum Kessel gefördert und dort bedarfsgerecht verbrannt werden. Holzpelletkessel sind mittlerweile auch als Brennwertgeräte erhältlich und verfügen dann über eine besonders hohe Energieeffizienz. Pelletkessel können als Zentralheizung die komplette Raumwärme- und Warmwasserversorgung gewährleisten und sind heute auch als Brennwertkessel verfügbar.

Am besten mit Solarthermie

Eine gute Kombination mit einem Pelletkessel ist die solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung: Im Sommer kann der Pelletkessel dann ausgeschaltet bleiben, weil die Solaranlage für das Dusch – und Spülwasser sorgt. Das reduziert die an- und Abschaltverluste im Pelletkessel.

Der schönste Platz im Haus ist der Ofen

Viele Hausbesitzer heizen in einzelnen Räumen vollständig oder in Ergänzung zu einem weiteren Heizsystem mit einem Holz- oder Pelletofen. Ein solcher Ofen gibt angenehme Strahlungswärme ab und macht den Aufenthalt im Raum behaglicher. Es ist sinnvoll, ein Gerät mit Wassertasche zu installieren. Dies bedeutet, dass der Ofen über einen Wärmeüberträger an das Heizsystem angeschlossen ist und so bei Betrieb den Warmwasser- oder Heizungsspeicher gleich mit erwärmt.

Kraft-Wärme-Kopplung

Normalerweise funktionieren Heizungen immer nach dem gleichen Prinzip: Energie wird eingesetzt, um Wärme zu erzeugen. Die stromerzeugende Heizung – auch dezentrale KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) genannt – erzeugt hingegen gleichzeitig Strom und Wärme. Ihr hoher Gesamtwirkungsgrad von bis zu 95% macht sie besonders effizient und umweltfreundlich.

Eine Technologie wird intelligent vernetzt

Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die bei konventionellen Kraftwerken ungenutzt abgegeben wird. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung hingegen wird diese Wärme genutzt, um Heizungen zu betreiben und Warmwasser aufzubereiten. Wenn ein Stromüberschuss erzielt wird, kann dieser ins Netz eingespeist und verkauft werden. Wird der selbst erzeugte Strom auch selbst genutzt, so kann der KWK-Einsatz nicht nur die Heizkosten, sondern gleichzeitig auch die Stromkosten senken.

Angetrieben von Motoren

Die meisten Mikro-KWK-Anlagen arbeiten mit Verbrennungsmotoren, zum Beispiel klassischen Otto-Motoren wie im Auto, oder mit Stirling-Motoren, bei denen die Verbrennung von Gas oder Öl außerhalb des geschlossenen Antriebsystems erfolgt. Die dabei freiwerdende Wärme fließt direkt in die Heizungsanlage. 

Darüber hinaus gibt es Anlagen, die mit einer Brennstoffzelle arbeiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärme-Kraft-Maschinen wandelt die Brennstoffzelle als elektrochemischer Apparat die chemische Energie eines Brennstoffs direkt in Elektrizität um. Auch hier kann die Wärme zu Heizzwecken genutzt werden. Zum Seitenanfang

Systemtechnologien

Wärmeverteilung

Mit einem hydraulischen Abgleich der Heizanlage lassen sich hohe Einsparpotenziale realisieren. Dabei werden die einzelnen Komponenten der Anlage so aufeinander abgestimmt, dass die Wärme genau dahin gelangt, wo sie benötigt wird. Allerdings sind bis heute nur etwa 10 Prozent aller Heizanlagen in Deutschland hydraulisch abgeglichen. Fehlt der hydraulische Abgleich, werden Heizflächen wie Fußbodenheizungen oder Heizkörper in entfernten Räumen oft nicht richtig warm. Dies beeinflusst gleichzeitig die Effizienz eines Brennwertgerätes, die Heizkosten steigen noch weiter an.

Darauf müssen Sie achten

  • Folgende Anzeichen sind typisch für einen fehlenden hydraulischen Abgleich:
  • Heizkörper werden gar nicht oder nur sehr langsam warm.
  • Heizkörper sind überversorgt und müssen gedrosselt werden.
  • Die Heizung macht ungewöhnliche Geräusche, etwa in den Ventilen oder Rohren.

     

Moderne Heizungspumpen helfen beim Stromsparen

Ein hydraulischer Abgleich beinhaltet immer auch die Überprüfung Ihrer Heizungspumpe: Neue Modelle verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als veraltete Pumpen. Denn moderne Geräte besitzen einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und passen sich veränderten Heizlasten stufenlos an. So wird nicht nur bei Volllast, sondern auch im viel häufiger vorkommenden Teillastbetrieb wertvolle Energie eingespart. Emissionen sparen – Kosten senken Der hydraulische Abgleich macht sich bezahlt: Ihre Heizung wird danach mit optimalem Druck und einem niedrigeren Volumenstrom betrieben. Das reduziert Ihre Energie- und Betriebskosten – und ist auch gut für die Umwelt.

Heizungspumpen

Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass warmes Wasser zwischen Wärmeerzeuger und Heizkörpern oder Flächenheizungen zirkuliert und die Räume wärmt. Viele Pumpen laufen während der gesamten Heizperiode und verbrauchen viel Strom. In einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt können sie für bis zu zehn Prozent der Stromkosten verantwortlich sein. Alte Pumpen sind meist „ungeregelt“ und arbeiten immer mit der maximalen gleichen Drehzahl. Modernere, „mehrstufige“ Pumpen verfügen über unterschiedliche Betriebsstufen, die eingestellt werden können. Bei einer gut eingestellten Heizungsanlage reicht oft die kleinste Stufe vollkommen aus. Geregelte Pumpen sind besonders effizient. Sie passen ihre Leistung genau dem Wärmebedarf an und benötigen so bis zu 80 % weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Ihr Einbau macht sich deshalb oft bereits nach drei bis vier Jahren bezahlt. Ein zusätzliches Einsparpotenzial eröffnet sich, wenn die Pumpe außerhalb der Heizperiode automatisch abgeschaltet wird. Außerdem empfiehlt sich ein so genannter hydraulischer Abgleich.

Die Besten erkennen Sie auf den ersten Blick

Hocheffiziente Heizungspumpen können vom Hersteller mit einem Energielabel gekennzeichnet werden. Das Label entspricht in Gestaltung und Klassifizierung im Wesentlichen dem EU-Label, wie Sie es von anderen Haushaltsgeräten kennen. Die Energieeffizienzklassen reichen von A (höchste Effizienz, niedriger Energieverbrauch) bis G (hoher Energieverbrauch). Da es sich um eine freiwillige Kennzeichnung handelt, werden zwar nicht alle Pumpen klassifiziert – die besonders effizienten Geräte tragen es aber in der Regel.

Flächenheizung/-kühlung

Viele Bauherren setzen heute im Neubau wie auch bei der Altbausanierung auf Flächenheizungen. Diese Heizsysteme sind in Boden, Wand oder Decke integriert. Die Systeme sorgen für eine gleichmäßige und behagliche Verteilung der Wärme, da die großflächige Strahlungswärme als angenehm empfunden wird. Außerdem können sie auf Wunsch nicht nur heizen, sondern auch kühlen.

Ein System, das sich anpasst

In neu gebauten Objekten ist die klassische Fußbodenheizung beliebt. Ihr Einbau ist in Altbauten aber mitunter nur schwer zu realisieren – zum Beispiel, weil die Räume nicht hoch genug sind oder Belastungsprobleme mit darunter liegenden Decken auftreten. Für diese Fälle gibt es spezielle Dünnschichtsysteme.

 

Kostengünstig und komfortabel

Flächenheizungen laufen schon mit niedrigen Systemtemperaturen von 28–35° C. Sie lassen sich deshalb ideal mit Brennwertkesseln, Wärmepumpen und thermische Solaranlagen kombinieren. Die niedrigen Systemtemperaturen schaffen ein angenehmes, gleichmäßiges Raumklima und sparen gleichzeitig teure Energie. Zudem bieten die unsichtbar verlegten Systeme mehr Freiheit bei der Inneneinrichtung.

Effektive Kühlung im Sommer

Wenn entsprechende Anlagentechnik installiert ist, können Flächenheizungen auch zur Kühlung im Sommer eingesetzt werden: Dann zirkuliert kaltes Wasser durch die Leitungen. Die Leistung einer Flächenkühlung ist zwar nicht mit der einer Klimaanlage vergleichbar, macht sich im Sommer aber dennoch angenehm bemerkbar.

Heizkörper

Moderne Heizkörper sorgen für behagliche Temperaturen. Außerdem können sie entscheidend dazu beitragen, Energie einzusparen.

Effizient und flexibel

Heizkörper mit geringen Bautiefen, kleinem Wasserinhalt und großen Übertragungsflächen helfen Ihnen dabei, Ihre Heizung schnell dem Wärmebedarf anzupassen und keine Energie unnötig zu verschwenden. Das Angebot ist groß und reicht von Produkten für niedrigste Temperaturbereiche wie beim Einsatz einer Wärmepumpe bis hin zu Systemen, die für Fernwärme geeignet sind. So können Sie sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung Energie einsparen.

Entscheidend ist der Aufstellort

Heizwärme wird dann optimal abgegeben, wenn der Heizkörper an der richtigen Stelle steht. Der klassische Platz unter dem Fenster ist nach wie vor empfehlenswert: Er macht energetisch Sinn und bietet Ihnen viel Gestaltungsfreiheit im Innenraum. Denken Sie daran, dass Heizkörper nicht verstellt oder hinter Gardinen verdeckt sein sollten.

 

 

Wohlfühltemperaturen gradgenau erreichen

Neue Thermostate sorgen dafür, dass Raumtemperatur konstant bleibt. Zeitschaltbare Thermostate können den Heizkörpern sogar vorgeben, um welche Uhrzeit sie mit der Wärmeabgabe beginnen – und wann sie sich abschalten sollen.

Neue Heizkörper passen sich an

Die Hersteller bieten eine große Auswahl verschiedener Heizkörper. In der Regel passen die neuen Heizkörper auch zu Ihren bestehenden Anschlüssen, so dass der Austausch kein Problem darstellt. Üblich ist eine einfache und schnelle Montage: entleeren, abschrauben, anschrauben, befüllen – fertig.

Lüftungssysteme

Frischluft soll in jeden Raum gelangen, verbrauchte und feuchte Abluft muss nach draußen transportiert werden: Mit intelligenten Wohnungslüftungssystemen ist der Luftaustausch deutlich besser steuerbar und effizienter als durch die klassische Fensterlüftung.

Kontrolliert Außenluft einleiten

Ein Lüftungssystem hat gleich mehrere Vorteile: Der Luftwechsel wird sichergestellt, während gleichzeitig weniger Lärm von außen in die Wohnung dringt. Dazu wird die Luftfeuchtigkeit gesenkt, was die Bausubstanz schützt und der Schimmelpilzbildung vorbeugt. Auf Wunsch lässt sich sogar ein Pollenfilter einbauen – Allergiker können aufatmen.

Mit Wärmerückgewinnung Energie einsparen

In der Heizphase bedeutet jede Lüftung Wärmeverlust, weil kalte Frischluft von außen ins Gebäude dringt. Geld lässt sich dann sparen, wenn der Luftwechsel auf das erforderliche Maß eingestellt ist. Wenn man die Energie der warmen Abluft dazu nutzt, die kühlere Außenluft vorzuwärmen, ergeben sich spürbare Einsparpotenziale. Moderne Systeme mit Wärmerückgewinnung sind in der Lage, der Abluft bis zu 90 Prozent ihrer Wärme zu entziehen und der Frischluft zuzuführen.

Früh planen und sparen

Sanierer sollten sich bei der Planung am besten frühzeitig über moderne und zuverlässige Lüftungsanlagen informieren. So können die Energiesparpotenziale optimal genutzt und Kosten minimiert werden.

Regelungstechnik

Moderne Heizanlagen lassen sich intelligent steuern: Nachts und tagsüber, wenn niemand im Haus ist, wird die Leistung gesenkt – und morgens ist es zu Ihrer Wunschzeit wieder schön warm im Bad. Das spart Geld und Energie und steigert den Komfort.

Auf die Technik kommt es an

Ausgereifte Mikroelektronik sorgt für das optimale Zusammenspiel aller Komponenten. Dabei ist Ihre Heizung dank Display und Touchscreen so einfach zu bedienen und so energieeffizient wie nie zuvor.  Sie sehen Ihre Verbrauchswerte auf einen Blick und erkennen, wann eine Wartung nötig wird. Das hilft, die Betriebskosten zu senken und schafft mehr Wohnkomfort.

Auch für erneuerbare Energien geeignet

Moderne Regelungssysteme lassen sich mit mehreren Energieträgern gleichzeitig betreiben. Das macht es möglich, erneuerbare Energien einzubinden.

Die Regelungstechnik erkennt, wie viel regenerative Energie gerade zur Verfügung steht und wann Ihre klassische Heizung zusätzlich einspringen muss. Außerdem ist sie in der Lage, Stromüberschüsse ins Netz einzuspeisen.

Im Zusammenspiel mit moderner Kommunikationstechnik lässt sich die Heizungsanlage im Keller heute bequem vom Wohnzimmer aus steuern. Zur Anlagendiagnose benötigt der Techniker nur noch einen Laptop. Und weil Störungen automatisch übermittelt werden, können viele Probleme ganz einfach online gelöst werden.

Speichertechnik

Warmwasserspeicher fungieren als zentraler Bestandteil einer modernen Heizungs- und Warmwasserversorgung in Wohn- und Bürogebäuden. Aufgrund ihrer großen Typenvielfalt können sie unterschiedliche Funktionen erfüllen.

In Trinkwarmwasserspeichern wird beispielsweise das erwärmte Trinkwasser im Haushalt gesammelt, das zum Duschen, Baden oder Kochen benötigt wird. Demgegenüber gewährleisten Pufferspeicher die Heizwarmwasser-Versorgung der Heizungsanlage über einen langen Zeitraum. Das ermöglicht die Einkopplung von Wärme aus erneuerbaren Energien und KWK-Anlagen. So genannte Kombispeicher vereinen beide Funktionen.

Minimale Wärmeverluste und beste Wasserqualität

Moderne Warmwasserspeicher besitzen eine hohe Energieeffizienz. Sie zeichnen sich durch minimale Wärmeverluste sowie eine optimierte Wärmeübertragung und Temperaturschichtung aus. Alle Warmwasserspeicher am Markt erfüllen die höchsten Anforderungen an Trinkwasserqualität und Hygiene.

Ein Pufferspeicher in einer Heizungsanlage ist ein Wärmespeicher, der mit warmem Wasser zum Heizen gefüllt ist. Er kann Wärme aus verschiedenen Quellen zusammenführen und zeitversetzt wieder abgeben. Ein Pufferspeicher hilft dabei, Differenzen zwischen der erzeugten und der verbrauchten Wärmemenge auszugleichen und so Leistungsschwankungen im Heizungssystem zu glätten.



Tanksysteme

Moderne Tanksysteme für Heizöl stehen für eine maximale Versorgungssicherheit und eine wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Energiebevorratung im eigenen Tank bietet Betreibern von Ölheizungen die freie Wahl des Lieferanten und die Möglichkeit zum „günstigen“ Einkauf, da der Verbraucher selbst über den Zeitpunkt der Lieferung entscheiden kann. Heizöltanks werden in verschiedenen Varianten ausgeführt: als Erdtanks und heute überwiegend als doppelwandige Sicherheitstanks. Bei der Lagerung von Heizöl unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer unterirdischen und einer oberirdischen Lagerung. Ein Öllagerbehälter gilt als unterirdisch, wenn er ganz oder teilweise im Erdreich eingebettet ist. Bei der vorherrschenden oberirdischen Öllagerung stehen die Tanks ganz selten im Freien sondern sind meist im Gebäude – vorwiegend im Untergeschoß oder im Heizraum selbst – aufgestellt. Grundsätzlich gilt die Forderung des Sekundärschutzes, die durch die Doppelwandigkeit mit Leckanzeigegerät bzw. Leckage-Erkennungssystem erfüllt wird.

Auf doppelwandige Sicherheitstanks setzen

Bei der Heizöllagerung gilt immer das Prinzip der doppelten Sicherheit. So ist bei einwandigen Tanks eine Auffangwanne gesetzlich vorgeschrieben, die bei einem eventuellen Leck das Auslaufen des Öles in Gewässer verhindert. Diese Auffangwanne muss öldicht sein, eine zugelassene Beschichtung haben und zur Kontrolle einsehbar sein. Das heißt, die Behälter müssen einen ausreichend großen Abstand zu den Wänden haben. Doppelwandige Heizöltanks können platzsparender aufgestellt werden. Diese Kunststoffbehälter bieten vielfältige Vorteile: Sie stehen für eine lange Nutzungsdauer und eine maximale Sicherheit, so dass sogar auf einen gemauerten Auffangraum – etwa wie er für einwandige Systeme vorgeschrieben ist – verzichtet werden kann. Mittlerweile übernehmen auch die Tankhersteller eine Systemgarantie, was den Nutzern ein Plus an Sicherheit verschafft.

Abgastechnologien

Der Schornstein erlebt derzeit eine Renaissance: Seitdem verstärkt Heizungsanlagen mit Festbrennstoffen nachgefragt werden, rücken die Schornsteine wieder in den Fokus von Bau­herren und Planern. Denn Schornsteine bilden das Zentrum des Abgassystems von Heizungsanlagen und müssen optimal an die Art der Befeuerung angepasst werden. Wenn es um Abgasanlagen geht, dann spricht vieles für Edelstahl: Das Material ist langlebig, benötigt nur wenig Platz und kann für alle baulichen Begebenheiten verwendet werden. Abgasanlagen aus Edelstahl eignen sich sowohl für Neubauten als auch für den nachträglichen Einbau bei Sanierungen – für innen ebenso wie für außen. Alternative Materialien wie Keramik oder Kunststoff sind im Vergleich dazu aufwändiger im Einbau bzw. nur für geringe Abgastemperaturen geeignet.

Einwandig, doppelwandig und flexibel

Abgasanlagen aus Edelstahl stehen in einwandigen oder doppel­wandigen Ausführungen zur Verfügung. Sie eignen sich sowohl für die Innen- als auch für die Außenmontage und werden inzwischen bewusst als architektonisches Gestaltungsmerkmal an Gebäuden eingesetzt. Einwandige Edelstahl-Abgassysteme sind eine kosten­günstige Schornsteinlösung und einfach zu verarbeiten. Je nach Ausführung finden sie vom Unter- bis zum Überdruckbetrieb in Verbindung mit gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffen Verwendung. Die größte Einschränkung ergibt sich aus dem relativ hohen Mindestabstand, der zu anderen brennbaren Bauteilen einzuhalten ist. Deshalb werden sie meist in Schornsteinen eingebaut, die eine Brandschutzfunktion haben und auch eine ggf. erforderliche Hinterlüftung ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter www.vse-online.org.

Die digitale Heizung - Unsere Produktempfehlung: wibutler


Die Digitalisierung der Heizungstechnik bietet nicht nur erhebliche Vorteile für Eigenheimbesitzer, sondern erschließt zusätzliche Potenziale für die Energie- und Umweltpolitik bzw. für den Klima- und Ressourcenschutz.

Die Heizung in der herkömmlichen Funktionsweise verfügt über eine Regelung ohne Internetzugang, die die bekannten Funktionen wie Witterungsführung, Raumtemperatur-, Trinkwasser-Temperaturregelung, Heizkurveneinstellung und Schaltzeiteinstellung sowie die Frostschutzfunktion beinhaltet. Diese dienen zur Herstellung der Funktionssicherheit der Heitungsanlage und dem Frostsschutz des Gebäudes.

 

Die Digitale Heizung

Die digitale Heizung steht für eine Heizung, bei der der Nutzer mit der Anlage interagiert und mit einfachen Anwendungen individuell über das Smartphone gesteuert oder sogar aus der Ferne betreut werden kann. Es werden wichtige Parameter sekundengenau visualisiert. Die Heizungssteuerung verfügt über ein integriertes oder externes Kommunikationsmodul, das dies ermöglicht. Es gibt unterschiedliche Kommunikationsmöglichkeiten. Oft wird die Verbindung über LAN-Kabel oder W-LAN an den Router angeschlossen.

Sollte kein Heimnetzwerk zur Verfügung stehen, ist bei vielen Herstellern auch der Anschluss eines Mobilfunkrouters möglich. Bei heutigen Anlagen ist die Verbindung zum Modul mper "Plug and Play" in wenigen Minuten einsatzbereit. Die Installation der Hardware ist unproblematisch und ohne Spezialkenntnisse möglich.